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Der König der Alpen erhält ein neues Königreich – Das Projekt AareAlpen
Die heutigen Gehege am Aarehang stammen von 1937 und sind somit so alt wie der Park selbst. Das Projekt AareAlpen umfasst neben einer neuen, prägnanten Gebirgslandschaft für die Steinböcke auch einen Gämsenwald und eine vom Aareuferweg aus begehbare Voliere für Alpenkrähe und Murmeltier. Wer künftig dem Weg vom Tierparkrestaurant her folgt, wird bereits beim Bibergehege auf die ersten Felsen treffen. Und je näher man dem neuen Gehege kommt, desto steiniger wird die Topografie. Den Murmeltieren wird es dank eines Tunnelsystems auch möglich sein, die Steinbockanlage mit zu nutzen. Spannende Begegnungen zwischen den beiden Arten sorgen für eine zusätzliche Bereicherung der Tiere, aber auch für beobachtende Gäste. In der Steinbockanlage setzen zwei Felszinnen aus Kunstfels markante Aspekte, die den Tieren vielfältige Kletter- und Aufenthaltsmöglichkeiten bieten. Eine lange, senkrechte Felswand am oberen Anlagenrand gibt dem Gebirgsbild den alpinen Rahmen und gleichzeitig eine willkommene Rückendeckung für die Tiere. Ein ganz besonderer Höhepunkt wird der die AareAlpen querende „Wildererpfad“, welcher in seinem Verlauf durch die verschiedenen Höhenstufen der AareAlpen führt. Mit einer spannenden Szenographie soll auf diesem Weg ein hoher Erlebniswert der Tierbeobachtung erreicht werden. Zoopädagogisches Thema der neuen Anlage ist die eingangs zitierte Geschichte des Steinbockes in der Schweiz sein. Der neue Pfad gewährt an mehreren Stellen direkten Einblick in die Anlagen und führt die Gäste auf waldigen und felsigen Abschnitten schliesslich in eine Beobachtungshöhle in der neuen Felswand, von wo aus sich immer neue Einblicke ins Leben der Könige der Alpen ergeben.

Die Gesamtkosten für das innovative Grossprojekt betragen inklusive Planungs- und Nebenkosten 4,2 Mio., welche zu 100 % aus Drittmittel finanziert werden müssen. Wir hoffen, dass wir bereits 2018 mit dem Bau beginnen können. Auskunftsperson: Bernd Schildger, Direktor, 079 250 93 14

Vielfältige Klettermöglichkeiten bieten eine Artgerechte Haltung

Beobachtungshöhle für die Besucher in der neuen Felswand

Alpine Felswand mit Rückendeckung für die Tiere

Spenden
Jeder Betrag gleich welcher Grösse hilft unseren Steinböcken. Um die Administration klein zu halten, werden Beiträge ab 100 Fr. schriftlich verdankt, falls erwünscht stellen wir selbstverständlich eine Spendebescheinigung aus.

Unser Spendenkonto
Tierparkverein Bern
3001 Bern
PC 30-7727-9
Vermerk: Steinbock-Anlage

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Der Tierparkverein Bern ist steuerbefreit
Wie vieles in der Welt, braucht es zur Verbesserung der Lebensqualität viel Geld. Der Tierparkverein Bern garantiert, dass sämtliche Spenden ausschliesslich zum Wohle der Tiere verwendet werden. Der Tierparkverein Bern ist ausserdem steuerbefreit und selbstverständlich dürfen Sie die Spende als Ausgabe verbuchen.

Rückblick auf die Geschichte des Steinbocks
Am Anfang der Geschichte sieht es für den Steinbock schlecht aus. Im frühen 19. Jahrhundert war er in der Schweiz fast völlig ausgerottet. Jäger und Wilderer schossen ihn nicht nur des Fleisches und der Trophäen wegen, denn eine abergläubische Volksmedizin sah im Tier zusätzlich einen Heilsbringer für fast jedes Gebrechen. Die geballte Kraft des mächtigen Hornträgers hat den Steinbock in den Augen der Menschen zu einem Symbol für robuste Gesundheit werden lassen. Praktisch alles an dieser «kletternden Apotheke» sollte für oder gegen etwas gut sein. Einen Steinbock zu erlegen war deshalb ein lohnendes Unterfangen. Die Bischöfe von Salzburg betrieben sogar eigentliche «Steinbock-Apotheken». Das alles wurde dem Tier zum Verhängnis.

1809
Der letzte Steinbock wurde 1809 in der Schweiz geschossen. Trotz politischen Bemühungen gelang es der Schweiz Anfang des 20. Jahrhunderts nicht, die in der Zwischenzeit geschützte Tierart auf legalem Weg zurück ins Land zu bringen.

1875
Erst im Jahr 1875 wurde der Steinbock auf Bundesebene unter Schutz gestellt; 60 Jahre nach seinem Verschwinden!

1905
Joseph Zemp bemühte sich 1905 mit sogar ein Bundesrat um die Lieferung von Steinböcken von König Vittorio Emmanuele III., scheiterte aber mit seinem Vorhaben.

1906
Erst durch die Beauftragung von Giuseppe Bérard, einem italienischen Berufswilderer, konnten die ersten drei Steinkitze aus Italien in die Schweiz geschmuggelt werden. Er trug sie, ständig auf der Hut vor Polizei und Wildschutz, vom Gran Paradiso ins Wallis hinüber. Entlang der Wegstrecke wurden die auf Milchnahrung angewiesenen Steinkitze immer wieder einer Hausziege angesetzt, damit sie fit blieben für die nächste Etappe. Im St. Galler Wildpark Peter und Paul wurden die Kitze schliesslich mit der Flasche grossgezogen. Bald folgten weitere Schmuggeltiere, später auch solche auf legalem Weg.

1911
Am 8. Mai 1911 war es dann so weit: Die ersten fünf in der Schweiz grossgezogenen Steinböcke konnten im St. Galler Oberland ausgesetzt werden. Seither hat der Steinbock wieder seinen festen Platz in den Schweizer Alpen. Diesen festen Platz hat der König der Alpen auch im Tierpark Bern. Die heutigen Gehege am Aarehang gehören zu den ältesten im Dählhölzli und wurden seit ihrem Bau mit Ausnahme von kleinen Sanierungsarbeiten nie verändert.

2010
Der Tierpark Bern nimmt nun diese spannende Geschichte auf und möchte sie mit seinen Besuchenden teilen. Die heutigen Gehege am Aarehang gehören zu den ältesten im Dählhölzli. In den 80 Jahren seit ihrem Bestehen wurden lediglich Massnahmen zur Verhinderung von wachsendem Schaden ausgeführt. Der Tierpark Bern nimmt das zum Anlass, das Areal zwischen der Aareuferanlage und der 2010 neu gebauten Anlage für Bezoarziegen, in eine neue, für Mensch und Tier attraktive Gebirgsanlage umzuwandeln. Darin sollen eine hochalpine Zone und eine Zone mit subalpinem Wald entstehen. Geplant ist die Inszenierung von Wilderer Giuseppe, auf dessen Spuren die Gäste durch sein Revier geführt werden und die abenteuerliche Geschichte der Rückkehr des Steinbocks miterleben können. Unterwegs machen die Gäste Bekanntschaft mit dem König der Alpen, lernen die Verstecke des Murmeltieres kennen und beobachten die Spiele der jungen Gämskitze.

2014
Anlässlich der ersten Tierparkgala wird im November 2014 die Idee, eine neue Steinbockanlage zu bauen, vorgestellt. Mit den gespendeten Mitteln hat der Tierpark Bern, in Zusammenarbeit mit Hochbau Stadt Bern, einen Konzeptstudie durchgeführt. Das ausgewählte Konzept von Weber und Brönnimann Landschaftsarchitekten wurde in den vergangenen Monaten in intensiven Diskussionen zwischen Planer und Tierpark zu einem soliden und innovativen Vorprojekt weiter entwickelt. Es war uns eine Freude, das Vorprojekt inkl. Visualisierungen und Modell nun der Öffentlichkeit vorstellen zu dürfen.

2015
Mit dem Ziel, überzeugende Konzepte für die Neugestaltung einer langfristig attraktiven Anlage im Aarehang zu finden, hat Hochbau Stadt Bern im Auftrag des Tierparks Bern unter dem Motto: «Mehr Platz für weniger Tiere»© eine Konzeptstudie für eine 3500m2 grosse alpine Anlage unter dem Motto „Giuseppes Revier“ im Einladungsverfahren in Auftrag gegeben. Die entscheidende Jurysitzung fand am 14.10.2015 statt.

2018
Der Tierpark Dählhölzli ist stetig bemüht, die Anlagen bestmöglichst zu gestalten, damit die Tiere glücklich und naturgerecht leben können. 2018 soll mit dem Bau der Steinbock-Anlage begonnen werden.

Unser Online Star: Steinbock Paul
Unser Steinbock Paul ist der berühmteste Bewohner des Tierparks Bern. Nicht etwa, weil er besonders stark oder imposant ist, sondern vielmehr, weil Paul es bestens beherrscht, sich mit seinen Hörnern am Hinterteil zu kratzen. Das Youtube Video, in dem Paul seinem Juckreiz ein Ende bereitet, ging 2010 viral um die Welt und wurde seither von fast 850’000 Menschen angeklickt. Auch in Brasilien, Polen, Japan, USA, Kanada und Australien ist Paul ein Star!

Er hat sich ein neues Zuhause also aufrichtig verdient. Aktuell lebt er mit seinen Artgenossen im ältesten Gehege des Dählhölzli, welches im Wesentlichen aus einer von Steinquadern unterbrochenen Betonfläche besteht. Dies wollen wir mit unserem Projekt AareAlpen ändern!

Video Quelle: Youtube.com/Christoph Burgdorfer
Bild Quelle: Steinbock, Copyright by – Lythy – flickr.com/people/114805503@N05/?rb=1