Tierbestand im Tierpark Bern 2025: 5’280 Tiere aus 217 Arten
Der Geschäftsbericht 2025 weist für den Tierpark Bern insgesamt 5’280 Tiere aus 217 Arten aus. Das Spektrum reicht von grossen Säugetieren und farbenprächtigen Vögeln über Reptilien, Amphibien und Fische bis hin zu einer aussergewöhnlich vielfältigen Welt der Wirbellosen.
Der Tierpark verbindet die Haltung und Pflege seiner Tiere mit Erhaltungszucht, Forschung, Natur- und Artenschutz sowie zahlreichen Bildungsangeboten. Auch 2025 gelangen wichtige Zuchterfolge und Beiträge zu internationalen Zucht- und Auswilderungsprojekten.
Übersicht des Tierbestands 2025
- Säugetiere: 33 Arten mit insgesamt 194 Tieren
- Vögel: 30 Arten mit insgesamt 179 Tieren
- Reptilien: 28 Arten mit insgesamt 174 Tieren
- Amphibien: 12 Arten mit insgesamt 267 Tieren
- Fische: 56 Arten mit insgesamt 1’700 Tieren
- Wirbellose: 58 Arten mit insgesamt 2’766 Tieren*
* Der Termitenstaat und die Ameisenkolonien werden jeweils als ein Individuum gezählt.
Zucht- und Artenschutzerfolge 2025
- Bei der Europäischen Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) schlüpften 15 Jungtiere. Weitere 24 im Vorjahr geschlüpfte Tiere wurden im Kanton Freiburg ausgewildert – erstmals in der Geschichte des Kantons.
- In der Exuma-Wirtelschwanzleguananlage schlüpften zahlreiche junge Rollschwanzleguane. Bei der Flachrückenschildkröte (Pyxis planicauda) schlüpften drei Jungtiere.
- Erstmals wurden adulte Papageitaucher zwischen zoologischen Einrichtungen ausgetauscht: Zwei Nachzuchten aus dem Tierpark Bern wurden mit zwei Nachzuchten des Diergaarde Blijdorp in Rotterdam getauscht. Damit soll die genetische Vielfalt der ex-situ-Population erhalten werden.
- Zehn Schlichtziesel wurden für ein Auswilderungsprojekt nach Tschechien überführt. Sieben Auerhähne wurden an ein Auswilderungsprojekt im Thüringer Schiefergebirge abgegeben. Ein Steinkauz ging an ein seit 2019 unterstütztes Auswilderungsprojekt in Deutschland.
Verantwortung in europäischen Zuchtprogrammen
Im Jahr 2025 übernahm der Tierpark Bern zusätzliche Verantwortung innerhalb der Europäischen Vereinigung der Zoos und Aquarien (EAZA). Für den Europäischen Bienenfresser wurde ein neues EAZA-Ex-situ-Programm (EEP) eingerichtet, dessen Koordination der Tierpark Bern übernimmt.
Beim EEP für den Wisent, einem der ältesten Zuchtbücher Europas, wurde die Koordination auf drei zoologische Einrichtungen verteilt. Der Tierpark Bern übernimmt dabei eine der beiden Rollen als Vice-Koordinator.
Amphibien, Fische und Wirbellose
Der Amphibienbestand umfasste 267 Tiere aus 12 Arten. Bei den Fischen wurden 1’700 Tiere aus 56 Arten gezählt – von einheimischen Süsswasserfischen bis zu tropischen Arten wie dem Paletten-Doktorfisch.
Die Wirbellosen bildeten mit 2’766 Tieren aus 58 Arten die zahlenmässig grösste Tiergruppe. Dazu gehören unter anderem Goliathkäfer, Nashornkäfer, Blattschneiderameisen, Spinnen, Krebstiere, Stachelhäuter und zahlreiche Korallenarten.
Bedeutung für Naturschutz und Bildung
Durch die Beteiligung an internationalen Zuchtprogrammen, Auswilderungsprojekten und wissenschaftlichen Kooperationen trägt der Tierpark Bern dazu bei, genetisch vielfältige Populationen zu erhalten und Wiederansiedlungsprojekte für bedrohte Tierarten zu unterstützen.
Gleichzeitig ermöglicht der vielfältige Tierbestand den Besucherinnen und Besuchern, Tiere, Lebensräume und ökologische Zusammenhänge unmittelbar zu erleben. Er bildet damit eine wichtige Grundlage für die zahlreichen Bildungsangebote im Tierpark Bern und sensibilisiert für den Schutz der Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume.
Säugetiere im Tierpark Bern – Stand 2025
Was sind Säugetiere?
Säugetiere (Mammalia) sind eine Klasse der Wirbeltiere. Zu ihren charakteristischen Merkmalen gehören Milchdrüsen, mit denen die Weibchen ihre Jungtiere ernähren, sowie Haare, die zumindest während eines Lebensabschnitts vorhanden sind. Die meisten Säugetiere bringen lebende Junge zur Welt; eine Ausnahme bilden die eierlegenden Kloakentiere.
Als gleichwarme Tiere können Säugetiere ihre Körpertemperatur weitgehend unabhängig von der Umgebung regulieren. Sie sind weltweit und in nahezu allen Lebensräumen vertreten – von eisigen Polarregionen über Wälder und Wüsten bis hin zu Flüssen und Meeren.
Am 31. Dezember 2025 lebten im Tierpark Bern 33 Säugetierarten mit insgesamt 194 Tieren. Die Vielfalt reicht von kleinen Primaten und Nagetieren über Raubtiere bis zu Paar- und Unpaarhufern.
17 der 33 Säugetierarten sind im Geschäftsbericht einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) zugeordnet. Dazu gehören unter anderem der Persische Leopard (Panthera pardus saxicolor), der Karpaten-Luchs (Lynx lynx carpathicus), der Europäische Wolf (Canis lupus lupus) und der Wisent (Bison bonasus). Mit dem Schweizer Fuchskaninchen ist zudem eine im Geschäftsbericht mit PSR (ProSpecieRara) gekennzeichnete Nutztierrasse vertreten.
Primaten
- Springtamarin – Callimico goeldii (EEP)
- Zwergseidenäffchen – Cebuella pygmaea (EEP)
- Totenkopfaffe – Saimiri boliviensis boliviensis (EEP)
Nagetiere
- Alpenmurmeltier – Marmota marmota
- Schlichtziesel – Spermophilus citellus
- Zwergmaus – Micromys minutus
- Meerschweinchen – Cavia porcellus
Hasenartige
- Schweizer Fuchskaninchen – Oryctolagus cuniculus domesticus (PSR)
Raubtiere
- Europäische Wildkatze – Felis silvestris silvestris (EEP)
- Karpaten-Luchs – Lynx lynx carpathicus (EEP)
- Persischer Leopard – Panthera pardus saxicolor (EEP)
- Europäischer Wolf – Canis lupus lupus (EEP)
- Marderhund – Nyctereutes procyonoides
- Eisfuchs – Vulpes lagopus
- Eurasischer Braunbär – Ursus arctos arctos (EEP)
- Ussurischer Braunbär – Ursus arctos lasiotus (EEP)
- Seehund – Phoca vitulina vitulina (EEP)
- Fischotter – Lutra lutra lutra (EEP)
- Waschbär – Procyon lotor
Unpaarhufer
- Zwergesel – Equus asinus domestic
- Lewitzer Pony – Equus caballus caballus lewitzer
Paarhufer
- Wildschwein – Sus scrofa scrofa
- Mini-Pig – Sus scrofa scrofa gottingen_minature
- Alpaka – Vicugna pacos
- Elch – Alces alces alces
- Europäisches Waldrentier – Rangifer tarandus fennicus (EEP)
- Rothirsch – Cervus elaphus elaphus
- Wisent – Bison bonasus (EEP)
- Zwergziege – Capra hircus west_africa_pygmy
- Alpensteinbock – Capra ibex (EEP)
- Kreta-Bezoarziege – Capra aegagrus cretica (EEP)
- Moschusochse – Ovibos moschatus wardi (EEP)
- Alpengämse – Rupicapra rupicapra rupicapra (EEP)
Vögel im Tierpark Bern – Stand 2025
Was sind Vögel?
Vögel (Aves) sind eine Klasse der Wirbeltiere. Ihr charakteristisches Merkmal sind Federn, die bei keiner anderen heute lebenden Tiergruppe vorkommen. Alle Vögel legen Eier und besitzen einen Schnabel. Viele Arten können fliegen, andere sind an ein Leben am Boden oder im Wasser angepasst.
Ihr leistungsfähiges Atmungssystem mit Luftsäcken ermöglicht eine besonders effiziente Sauerstoffversorgung. Viele Arten besitzen zudem einen an das Fliegen angepassten Körperbau. Als gleichwarme Tiere regulieren Vögel ihre Körpertemperatur weitgehend unabhängig von der Umgebung. Sie kommen weltweit und in nahezu allen Lebensräumen vor – von tropischen Regenwäldern über Gebirge und Feuchtgebiete bis zu Küsten und Polarregionen.
Am 31. Dezember 2025 lebten im Tierpark Bern 179 Vögel aus 28 Arten. Die Vielfalt reicht von Hühnervögeln, Enten und Gänsen über Flamingos, Pelikane und Papageitaucher bis hin zu Eulen, Papageien und farbenprächtigen Sperlingsvögeln.
11 der 28 Vogelarten sind im Geschäftsbericht einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) zugeordnet. Dazu gehören unter anderem das Auerhuhn (Tetrao urogallus), der Krauskopfpelikan (Pelecanus crispus), der Papageitaucher (Fratercula arctica) und die Turteltaube (Streptopelia turtur).
Im Jahr 2025 übernahm der Tierpark Bern zudem die Koordination des neu eingerichteten EEP für den Europäischen Bienenfresser (Merops apiaster). Bei den Papageitauchern wurden erstmals adulte Tiere zwischen zoologischen Einrichtungen ausgetauscht: Zwei Nachzuchten aus dem Tierpark Bern wurden mit zwei Nachzuchten des Diergaarde Blijdorp in Rotterdam getauscht, um die genetische Vielfalt der ex-situ-Population zu erhalten.
Hühnervögel
- Birkhuhn – Lyrurus tetrix (EEP)
- Auerhuhn – Tetrao urogallus (EEP)
- Alpensteinhuhn – Alectoris graeca
- Rothuhn – Alectoris rufa
- Harlekinwachtel – Coturnix delegorguei
- Appenzeller Spitzhauben-Huhn – Gallus gallus domesticus (PSR)
Gänsevögel
- Graugans – Anser anser
- Diepholzer Gans – Anser anser f. domestica diepholzer (PSR)
- Moorente – Aythya nyroca
- Schellente – Bucephala clangula
- Kragenente – Histrionicus histrionicus (EEP)
- Eiderente – Somateria mollissima (EEP)
Flamingos
- Rosaflamingo – Phoenicopterus roseus
Taubenvögel
- Kaptäubchen – Oena capensis
- Turteltaube – Streptopelia turtur (EEP)
Kuckucksvögel
- Rothaubenturako – Tauraco erythrolophus (EEP)
Rackenvögel
- Europäischer Bienenfresser – Merops apiaster (EEP)
Ruderfüsser
- Krauskopfpelikan – Pelecanus crispus (EEP)
Regenpfeiferartige
- Küstenseeschwalbe – Sterna paradisaea
- Papageitaucher – Fratercula arctica (EEP)
Eulen
- Raufusskauz – Aegolius funereus
- Steinkauz – Athene noctua
- Uhu – Bubo bubo
- Schnee-Eule – Bubo scandiacus (EEP)
Papageien
- Russköpfchen – Agapornis nigrigenis
Sperlingsvögel
- Alpenkrähe – Pyrrhocorax pyrrhocorax (EEP)
- Dorfweber – Ploceus cucullatus
- Türkistangare – Tangara mexicana
Reptilien im Tierpark Bern – Stand 2025
Was sind Reptilien?
Reptilien (Reptilia) sind eine Gruppe der Wirbeltiere. Ihre Haut ist überwiegend trocken und mit Schuppen oder Hornplatten bedeckt. Als wechselwarme Tiere hängt ihre Körpertemperatur stark von der Umgebung ab. Viele Reptilien regulieren sie, indem sie beispielsweise sonnige oder schattige Plätze aufsuchen.
Die meisten Reptilien legen Eier, einige Arten bringen jedoch lebende Jungtiere zur Welt. Reptilien kommen in zahlreichen Lebensräumen vor – von Wüsten und Steppen über Wälder und Feuchtgebiete bis hin zu Flüssen und Meeren.
Am 31. Dezember 2025 lebten im Tierpark Bern 174 Reptilien aus 26 Arten. Der Bestand umfasst Schildkröten, Echsen, Warane, Schlangen und eine Krokodilart.
Zwei der am Stichtag vertretenen Reptilienarten sind im Geschäftsbericht einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) zugeordnet: die Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) und das Stumpfkrokodil (Osteolaemus tetraspis).
Besonders erfolgreich verlief 2025 die Zucht der Europäischen Sumpfschildkröte: Im Berichtsjahr schlüpften 15 Jungtiere. Weitere 24 im Vorjahr geschlüpfte Tiere wurden im Kanton Freiburg ausgewildert. Auch bei der Flachrückenschildkröte (Pyxis planicauda) schlüpften drei Jungtiere. In der Exuma-Wirtelschwanzleguananlage schlüpften zudem zahlreiche junge Rollschwanzleguane.
Schildkröten
- Europäische Sumpfschildkröte – Emys orbicularis (EEP)
- Echte Schmuckschildkröte – Pseudemys
- Gelbwangen-Schmuckschildkröte – Trachemys scripta scripta
- Rotwangen-Schmuckschildkröte – Trachemys scripta elegans
- Flachrückenschildkröte – Pyxis planicauda
- Breitrandschildkröte – Testudo marginata
- Australische Schlangenhals-Schildkröte – Chelodina longicollis
Echsen und Warane
- Blaukopfanolis – Anolis allisoni
- Stirnlappenbasilisk – Basiliscus plumifrons
- Exuma-Wirtelschwanzleguan – Cyclura cychlura figginsi
- Rollschwanzleguan – Leiocephalus carinatus
- Grosser Madagaskar-Taggecko – Phelsuma grandis
- Zwerggürtelschweif – Cordylus tropidosternum
- Zauneidechse – Lacerta agilis
- Westliche Smaragdeidechse – Lacerta bilineata
- Glauerts Felsenwaran – Varanus glauerti
- Mitchell’s Waran – Varanus mitchelli
- Reisingers Baumwaran – Varanus reisingeri
Schlangen
- Grüner Baumpython – Morelia viridis
- Königspython – Python regius
- Äskulap-Natter – Zamenis longissimus
- Ringelnatter – Natrix natrix
- Rote Diamant-Klapperschlange – Crotalus ruber ruber
- Spinnenschwanzviper – Pseudocerastes urarachnoides
- Kleinasiatische Bergotter – Montivipera xanthina
Krokodile
- Stumpfkrokodil – Osteolaemus tetraspis (EEP)
Amphibien im Tierpark Bern – Stand 2025
Was sind Amphibien?
Amphibien (Amphibia) sind eine Klasse der Wirbeltiere. Viele Arten durchlaufen einen zweigeteilten Lebenszyklus: Ihre Larven entwickeln sich im Wasser, während die erwachsenen Tiere häufig überwiegend an Land leben. Während der Entwicklung findet eine Metamorphose statt, bei der sich Körperbau und Lebensweise grundlegend verändern.
Die meist dünne und durchlässige Haut spielt bei vielen Amphibien eine wichtige Rolle bei der Atmung und beim Wasserhaushalt. Dadurch reagieren sie besonders empfindlich auf Veränderungen ihrer Lebensräume, auf Schadstoffe und auf eine Verschlechterung der Wasserqualität. Amphibien können deshalb als wichtige Bioindikatoren für den Zustand von Ökosystemen dienen.
Am 31. Dezember 2025 lebten im Tierpark Bern 267 Amphibien aus 10 Arten. Der Bestand umfasst Schwanzlurche wie Salamander und Molche sowie verschiedene Froschlurche, darunter Baumsteiger, Unken, Frösche und Laubfrösche.
Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) ist im Geschäftsbericht einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) zugeordnet. Weitere einheimische Arten im Tierpark sind unter anderem der Nördliche Kammmolch, der Fadenmolch, der Bergmolch, die Gelbbauchunke, der Europäische Laubfrosch und der Grasfrosch.
Schwanzlurche
- Feuersalamander – Salamandra salamandra (EEP)
- Nördlicher Kammmolch – Triturus cristatus
- Fadenmolch – Triturus helveticus
- Bergmolch – Ichthyosaura alpestris
Froschlurche
- Dreistreifen-Baumsteiger – Epipedobates anthonyi
- Basslers Baumsteiger – Ameerega bassleri
- Gelbbauchunke – Bombina variegata
- Europäischer Laubfrosch – Hyla arborea
- Gewächshaus-Frosch – Eleutherodactylus planirostris
- Grasfrosch – Rana temporaria
Fische im Tierpark Bern – Stand 2025
Was sind Fische?
Fische sind eine besonders artenreiche Gruppe von Wirbeltieren, die nahezu alle Gewässer der Erde besiedeln – von Bächen, Flüssen und Seen bis zu Korallenriffen und den offenen Meeren. Sie atmen überwiegend über Kiemen und bewegen sich mithilfe ihrer Flossen fort. Viele Arten besitzen einen stromlinienförmigen, mit Schuppen bedeckten Körper.
Als wechselwarme Tiere wird ihre Körpertemperatur wesentlich von der Temperatur des umgebenden Wassers bestimmt. Die Vielfalt der Fische reicht von kleinen Schwarmfischen und farbenprächtigen Riffbewohnern bis zu grossen Raubfischen und bodenbewohnenden Arten.
Am 31. Dezember 2025 lebten im Tierpark Bern 1’700 Fische aus 54 Arten. Der Bestand umfasst einheimische Süsswasserfische, tropische Schwarm- und Raubfische, farbenprächtige Korallenfische sowie mit Leopolds Stachelrochen auch einen Vertreter der Knorpelfische.
Der Banggai-Kardinalbarsch (Pterapogon kauderni) ist im Geschäftsbericht einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) zugeordnet. Bei fünf Arten ist zudem eine Zucht ausgewiesen: bei der Rötlichen Saugbarbe, dem Guppy, dem Vieraugenfisch, dem Flussbarsch und dem Banggai-Kardinalbarsch.
Stechrochenartige
- Leopolds Stachelrochen – Potamotrygon leopoldi
Knochenzünglerartige
- Silbergabelbart – Osteoglossum bicirrhosum
Aalartige
- Ohrfleck-Röhrenaal – Heteroconger hassi
Karpfenartige
- Barbe – Barbus barbus
- Wildkarpfen – Cyprinus carpio
- Rötliche Saugbarbe – Garra rufa (Zucht)
- Alet – Leuciscus cephalus
Salmlerartige
- Gelber Kongosalmler – Alestopetersius caudalis
- Afrikanischer Grossschuppensalmler – Arnoldichthys spilopterus
- Goldener Kongosalmler – Phenacogrammus aurantiacus
- Goldstreifen-Kopfsteher – Anostomus ternetzi
- Schwarzer Wolfssalmler – Hoplias curupira
- Gefleckter Hechtsalmler – Boulengerella maculata
- Pacu – Myleus pacu
- Roter Piranha – Pygocentrus nattereri
Welsartige
- Spatelwels – Sorubim lima
- Sterbas Panzerwels – Corydoras sterbai
- Harnischwels Roter Bruno – Cochliodon
- Wabenschilderwels – Pterygoplichthys gibbiceps
- Goldstörwels – Sturisomatichthys aureus
Lachsartige
- Bachforelle – Salmo trutta
- Seesaibling – Salvelinus umbla
Zahnkärpflinge
- Stahlblauer Prachtkärpfling – Aphyosemion gardneri
- Guppy – Poecilia reticulata (Zucht)
- Vieraugenfisch – Anableps anableps (Zucht)
Barschartige
- Juwelen-Fahnenbarsch – Pseudanthias squamipinnis
- Mirakelbarsch – Calloplesiops altivelis
- Flussbarsch – Perca fluviatilis (Zucht)
- Pyjama-Kardinalbarsch – Sphaeramia nematoptera
- Banggai-Kardinalbarsch – Pterapogon kauderni (Zucht, EEP)
- Orangenbinden-Pinzettfisch – Chelmon rostratus
- Gelber Pyramiden-Falterfisch – Hemitaurichthys polylepis
- Colins Zwergkaiserfisch – Centropyge colini
- Flammen-Zwergkaiserfisch – Centropyge loricula
- Clown-Anemonenfisch – Amphiprion ocellaris
- Grüner Schwalbenschwanz – Chromis viridis
- Azur-Demoiselle – Chrysiptera hemicyanea
- Gemeiner Putzerfisch – Labroides dimidiatus
- Sechsstreifen-Lippfisch – Pseudocheilinus hexataenia
- Mandarinfisch – Synchiropus splendidus
- Gemeiner Argusfisch – Scatophagus argus
- Kopfband-Kaninchenfisch – Siganus virgatus
- Fuchsgesicht – Siganus vulpinus
- Orangefleck-Doktorfisch – Acanthurus olivaceus
- Gitter-Doktorfisch – Acanthurus triostegus
- Goldringborstenzahn-Doktorfisch – Ctenochaetus strigosus
- Gelbklingen-Nashornfisch – Naso lituratus
- Paletten-Doktorfisch – Paracanthurus hepatus
- Zitronensegelflossen-Doktorfisch – Zebrasoma flavescens
- Pazifischer Segelflossen-Doktorfisch – Zebrasoma veliferum
- Rotmeer-Doktorfisch – Zebrasoma xanthurum
- Leopard-Buschfisch – Ctenopoma acutirostre
Kugelfischartige
- Gelbbrauner Kofferfisch – Ostracion cubicus
Buntbarschartige
- Gabelschwanz-Schachbrettbuntbarsch – Dicrossus filamentosus
Wirbellose im Tierpark Bern – Stand 2025
Was sind Wirbellose?
Als Wirbellose werden Tiere bezeichnet, die keine Wirbelsäule besitzen. Sie bilden keine einheitliche zoologische Klasse, sondern umfassen zahlreiche unterschiedliche Tiergruppen. Dazu gehören unter anderem Gliederfüsser wie Insekten, Spinnentiere und Krebstiere, Weichtiere wie Schnecken sowie Nesseltiere wie Korallen und Anemonen.
Wirbellose machen den weitaus grössten Teil der bekannten Tierarten aus und erfüllen wichtige Aufgaben in den Ökosystemen. Sie wirken beispielsweise als Bestäuber, Zersetzer, Filtrierer oder Nahrungsgrundlage für andere Tiere und tragen wesentlich zur Stabilität natürlicher Lebensräume bei.
Am 31. Dezember 2025 lebten im Tierpark Bern 2’766 Wirbellose aus 55 Arten. Die Vielfalt reicht von Seesternen, Schnecken, Spinnen und Krebstieren über Termiten, Ameisen und Käfer bis zu zahlreichen Korallenarten und Anemonen.
Besonders hervorzuheben sind der Hirschkäfer (Lucanus cervus) und der Nashornkäfer (Oryctes nasicornis), die im Tierpark für Auswilderungsprojekte gezüchtet werden. Im Jahr 2025 wurden 70 adulte Nashornkäfer, 145 Nashornkäferlarven und 25 Hirschkäferlarven ausgewildert. Die Blattschneiderameise (Atta sexdens) beeindruckt durch ihr komplexes Sozialverhalten und die Kultivierung von Pilzen als Nahrungsgrundlage.
Auch die Korallen bilden einen bedeutenden Teil des Wirbellosenbestands. Im Riffaquarium leben unter anderem Geweih-, Hirn-, Griffel-, Kaktus- und Porenkorallen. Bei zahlreichen Käfer- und Korallenarten ist im Geschäftsbericht eine Vermehrung oder Zucht ausgewiesen.
Stachelhäuter
- Grabender Seestern – Archaster angulatus
- Olivgrüner Schlangenstern – Ophiarachna incrassata
- Kettenglieder-Schlangenstern – Ophiomastix annulosa
- Schlangenstern – Ophioderma
Weichtiere
- Grabende Schnecke – Babylonia zeylanica
Gliederfüsser
- Tiger-Doppelschwanzspinne – Linothele fallax
- Rotweisse Brasilianische Vogelspinne – Nhandu chromatus
- Rotrückenspinne – Latrodectus hasselti
- Warmhaus-Riesenkrabbenspinne – Heteropoda venatoria
- Gabun-Riesenfächergarnele – Atya gabonensis
- Amanogarnele – Caridina multidentata
- Rückenstrichgarnele – Neocaridina davidi
- Grüne Spinnenkrabbe – Mithraculus sculptus
- Erntetermiten – Hodotermes mossambicus
- Riesentermiten – Macrotermes bellicosus
- Hirschkäfer – Lucanus cervus
- Afrikanischer Rosenkäfer – Eudicella hornimani
- Blütenkäfer – Eudicella morgani
- Afrikanischer Rosenkäfer – Eudicella schultzeorum
- Goliathkäfer – Goliathus goliatus
- Afrikanischer Rosenkäfer – Mecynorrhina torquata
- Nashornkäfer – Oryctes nasicornis
- Heiliger Pillendreher – Scarabaeus sacer
- Gefleckter Blütenkäfer – Stephanorrhina guttata
- Blattschneiderameise – Atta sexdens
- Afrikanischer Riesentausendfüssler – Archispirostreptus gigas
Nesseltiere
- Gorgonien – Octocorallia
- Hornkoralle – Plexauridae
- Lederkoralle – Lobophytum
- Lederkoralle – Sarcophyton
- Ohren-Lederkoralle – Sinularia dura
- Scheibenanemone – Discosoma
- Geweihkoralle – Acropora
- Kleinpolypige Steinkoralle – Montipora
- Kirschspitzen-Steinkoralle – Montipora digitata
- Himbeerkoralle – Pocillopora
- Nadelkoralle – Seriatopora caliendrum
- Stachlige Buschkoralle – Seriatopora hystrix
- Griffelkoralle – Stylophora pistillata
- Euphyllia glabrescens – Euphyllia glabrescens
- Bartkoralle – Duncanopsammia axifuga
- Kelchkoralle – Turbinaria reniformis
- Flötenkoralle – Caulastrea
- Grosspolypige Steinkoralle – Echinopora lamellosa
- Hirnkoralle – Favia
- Pickelkoralle – Hydnophora
- Grosspolypige Steinkoralle – Acanthastrea
- Grosspolypige Steinkoralle – Blastomussa wellsi
- Kristallkoralle – Galaxea fascicularis
- Kaktuskoralle – Pavona cactus
- Pilzkoralle – Fungia
- Margerittenkoralle – Goniopora
- Porenkoralle – Porites
- Euphyllia divisa – Fimbriaphyllia divisa
- Krustenanemone – Zoanthus
* Der Termitenstaat und die Ameisenkolonien werden jeweils als ein Individuum gezählt.
Erklärung der Programme und Kennzeichnungen
Der Tierpark Bern beteiligt sich an verschiedenen Programmen zur koordinierten Haltung, Zucht und Erhaltung von Tierarten und traditionellen Nutztierrassen.
EEP – Europäisches Erhaltungszuchtprogramm
Die EAZA-Ex-situ-Programme (EEP) koordinieren die Haltung und das Populationsmanagement ausgewählter Tierarten innerhalb der Europäischen Vereinigung der Zoos und Aquarien (EAZA). Ziel ist es, langfristig gesunde, stabile und genetisch vielfältige Populationen in menschlicher Obhut zu erhalten.
Dazu werden Abstammung, Verwandtschaft und Bestandsentwicklung der Tiere dokumentiert. Auf dieser Grundlage können Empfehlungen zur Zucht und zum Austausch von Tieren zwischen zoologischen Einrichtungen ausgesprochen werden. Abhängig von der jeweiligen Tierart können EEP auch Forschung, Bildungsarbeit, Schutzprojekte und Wiederansiedlungen unterstützen.
Im Tierpark Bern sind zahlreiche Arten einem EEP zugeordnet. Dazu gehören beispielsweise der Europäische Wolf, der Persische Leopard, der Wisent, der Krauskopfpelikan, die Europäische Sumpfschildkröte und der Banggai-Kardinalbarsch.
Im Jahr 2025 übernahm der Tierpark Bern zusätzliche Verantwortung innerhalb der EAZA: Er koordiniert das neu eingerichtete EEP für den Europäischen Bienenfresser und übernimmt beim EEP für den Wisent eine der beiden Rollen als Vice-Koordinator.
PSR – ProSpecieRara
Die Abkürzung PSR steht für ProSpecieRara. Die Schweizer Stiftung setzt sich für die Erhaltung gefährdeter traditioneller Nutztierrassen und Kulturpflanzensorten ein.
Bei den Tieren geht es darum, alte Rassen, ihre genetische Vielfalt und ihre kulturgeschichtliche Bedeutung langfristig zu bewahren. Dazu arbeitet ProSpecieRara mit Züchterinnen und Züchtern, Rassevereinen, Landwirtschaftsbetrieben und weiteren Institutionen zusammen.